Mein Ung

20. Feb 2026,

Mein Ung
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„Die ist nur meine Meinung!" Sehr gut ausgedrückt. Es ist jemandes persönliche Ansicht über ... na, über irgendein Thema. Eine Meinung zu haben ist die eine kreative Sache. Diese Meinung an die Öffentlichkeit zu entlassen, das ist die andere, wunderbare Sache, die eine Demokratie zu bieten hat.

Meinung und ihre Freiheit. Freiheit und ihre Meinung.

Was meinst du dazu?" ist eine der freundlichen, aber teils stressverursachenden Fragen. 
Jemand fragt mich, was ich von einer Sache halte? Wie toll ist das denn. Wer wird nicht gerne nach der eigenen Meinung gefragt?
Ich meine, dass..." Der Rest ist die Essenz oder die spontane Eingebung eines redefähigen Menschen, wie sie oder er diese Sache sieht.

Eine Meinung an sich ist lediglich eine kurze Erklärung, die entweder die Gesprächsrunde in den Tiefschlaf versetzt oder die Teilnehmer:innen zu heftigen Entgegnungen provoziert.
Hey, ohne Meinungen wären wir längst an Langeweile gestorben.

Wie entsteht eine dieser Meinungen und was sind die Zutaten? 
Nun, Meinungen greifen oft auf persönliche Erfahrungen zurück, flechten etwas Wissen in die Konstruktion, erinnern sich an die früher definierten Werte und werden am Ende mit Gefühlen angereichert. Und fertig sind die zu veröffentlichenden Meinungen.

Demnach ist die Meinung eine vollkommen frei definierte Erklärung. Stimmt's?
Nein. Schliesslich lebt praktisch niemand in einer Höhle oder unter einem Stein. 
Meinungen sind flexible Dinger, die sich immer wieder weiterer Quellen bedienen. 
Üblicherweise tauscht man sich unter den Homo Sapiens aus, liest Berichte der Medien und geniesst die Vorteile der Bildung.
Eine Meinung ist hungrig und durstig. Sie will entweder in ihren Fundamenten gefestigt und bestätigt werden, oder sie ist willig und lässt sich verändern, wenn gegensätzliche Informationen in ihr Gerüst grätsche.

Daraus wurde der Begriff „Meinungsbildung" generiert.

Was die Meinung jedoch nie ersetzen kann, das sind die Tatsachen, die Realitäten und die Fakten. 
Das ist immerhin meine Meinung.

Wenn die einmal gefasste Meinung sich im persönlichen Empfinden gut eingenistet hat, dann will sie nicht ständig gestört oder verändert werden. Die Meinung bleibt aber gefasst. Oder ist gefasst. Was auch immer.

Ich mag Meinungsverschiedenheiten. Sehr sogar. Denn bei Diskussionen wird die Hitze und die Energie im Austausch extrem gepfeffert und befeuert. 

Hey, das ist Leben!

Doch die Sache ist auch gefährlich. Milliarden von Meinungen lassen in solch hitzigen Gefechten ihr Leben. Und müssen sich einer unterschiedlichen Ansicht und einer anderen Sichtweise stellen, um als Meinung bestehen zu können. 

Dieses Änderungen waren für mich und meine Meinung enorm störend und nervig. 
Schliesslich habe ich viel Energie, Hirnschmalz und Neugier investiert, um meine Meinung zu bilden. 
Bildung ist schliesslich sowas von wertvoll.
Doch dann tauchte aus dem Munde gegenüber oder der Zeitung vor mir eine konträre und damit schmerzliche Perspektive hervor, die meine Konstruktion meiner Meinung ins Wanken brachte. Oh verdammt!

Irgendwann las oder hörte ich eine Ansicht, die mich tröstete und bis heute begeistert. 

Wer seine Meinung bei einem Irrtum ertappt, der sollte dankbar sein. 
Denn wenn die Meinung sich an den Fakten neu orientiert und sich verändert, dann ist der Irrtum ausgemerzt. 
Ergo hat sich die Meinung verbessert, geklärt und ist entsprechend wertvoller geworden.

Ich tausche gerne. Vor allem Meinungen und Ansichten mit anderen denkenden Wesen. Das macht nicht nur Spass, sondern – siehe oben – ermuntert manche vorgefasste Meinung, sich das Ganze nochmals gut zu überlegen.

Diese Geschichte entstand – wie alle anderen Morgensplitter-Geschichten zuvor – durch ein erstes Wort morgens um fünf. 
Nein – das zweite Wort ist der Stichwortgeber. Das erste Wort ist immer KAFFEE!

Wenn mich das Wort reizt, dann schreibe ich die Story ohne viel zu überlegen, jedenfalls nicht bewusst. Siehe die Uhrzeit. 

Und dieses Vorgehen stellt Fragen.

Wieviele Meinungen sind darin verpackt?
Waren diese Meinungen korrekt?

Entspann dich! Schliesslich bekomme ich einige Feedbacks, also Rückmeldungen von Menschen mit Meinungen und Lesevermögen. Die schreiben mir, wenn meine Story mit deren Meinungen zusammenprallt. 
Und genau diese zugespielten Meinungen anderer macht das Storytelling so extrem attraktiv.

Ich mag es, deine Meinung lesen. Na dann leg mal los!

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