Risiko?
23. Mär 2026,

Risiko? Was sich hier wie der Name eines Schokoriegels liest, das ist in der Praxis viel komplexer und kaum mit Süsse belastet. W
Wer ein Risiko eingeht, hat grosse Chancen, dadurch einzugehen.
Also keine sehr verlockende Aussicht.
Dennoch hat Risiko für manche Charaktere einen viel zu verlockenden Reiz, um dieses nicht anzustreben.
Freeclimber, also Freikletterer nehmen das Risiko des fehlenden Seils in Kauf.
Und damit den freien Fall.
Deshalb heisst es ja auch Frei-Kletterer.
Das Risiko an sich ist enorm belastet.
Denn die Aussichten hinter diesem Begriff sind grösstenteils weder erfreulich oder positiv.
Risiko ist mit Drama, Katastrophe und oftmals Tod behaftet.
Wobei, das Haften gehört nicht in die Kompetenz des Risikos an sich.
Dafür gibt es diese Gesellschaften, die ihren Kunden versichern, dass sie bei ihnen gut aufgehoben sind.
Sofern sie mit ihnen diese Versicherung abschliessen.
Risiko bedeutet im Grundsatz, dass durch dasselbige eine Zukunft nicht eintreten soll.
Also die mögliche, vermutete oder wahrscheinliche Veränderung des aktuellen Zustandes nicht eintrifft.
Dann nämlich wäre man das Risiko los.
Dennoch hat das Risiko noch immer dieses magische Etwas, das nicht nur Bergkletterer, Seiltänzer oder Rennfahrer anzieht.
Das Magische liegt in der Möglichkeit, dass das Risiko überrumpelt oder gar besiegt wird.
So nach dem Motto: Das Risiko bietet neue Chancen auf Gewinn.
Davon können Investoren in die Börse ein Liedchen singen, sofern das Singen nicht bereits zum Verlust gebucht wird.
Doch das Risiko einzuberechnen, wenn eine Firma gegründet, eine Institution ins Leben gerufen oder die Hochzeit durchgezogen wird, das ist keine schlechte Idee.
Denn der Gedanke, dass ein hochriskantes Projekt — siehe oben — nur bei anderen schief gehen mag, das öffnet ein klitzekleines Fenster der Hoffnung.
„Alle sagten, das geht nicht. Einer hat's nicht mitbekommen und hat's getan.»
So in etwa lautet die Zauberformel für das Risikomanagement.
Ach ja, das Management, also das Verwalten von Risiko muss ja ein prickelndes Erlebnis sein.
Sind Risikomanager eher der Gefahr eines Herzinfarkts ausgesetzt, weil sie sich ständig mit vermuteten und echten Gefahren des Risikos auseinandersetzen müssen?
Wohl kaum.
Denn hier wird das Risiko nicht in Kauf genommen, sondern gemanagt.
Das heisst, diese Leute haben das Risiko nicht nur im Blick, sondern auch im Griff.
So wird dies jedoch an die Öffentlichkeit vermittelt.
Und was tun diese Manager mit dem Risiko an jedem riskanten Tag?
Schauen wir diesen Superhelden über die Schulter.
Natürlich geht es diesen Fachleuten darum, das Risiko durch gezielte Entscheidungen aus dem Gefecht zu ziehen.
Das Risiko wird nicht vernichtet — keine Sorge — es wird einfach entschieden, dieses zu umgehen.
Eine Risiko-Umleitung sozusagen.
Weniger attraktiv scheint die Sache zu sein, wenn die Auswirkung eines Risikos reduziert werden soll.
Also mit dem Einsatz von ebenfalls gezielten Massnahmen.
Wie, reduzieren?
Wieviele Prozente des Risikos treffen nach der Reduktion doch noch ein?
Aha, „weniger, wahrscheinlich.»
Und dann gibt es noch diese Helden des Alltags, die sich freiwillig und gegen gutes Geld melden, um das Risiko zu übernehmen.
Also die Auswirkung zu tragen.
Das ganze oder Teile des Risikos werden auf diese Helden überwälzt.
Na sieh mal an: Management hat das Risiko gelöst.
Nun kommen wir zu den anderen etwas Verrückten, die manche Risiken bewusst und gezielt in Kauf nehmen.
Verlieren oder Gewinnen gehört zum Businessplan.
Sind das nun Fatalisten oder clevere Leute, die sich dem bekannten oder vermuteten Risiko entgegenstellen und rufen: „Na komm schon, versuch's Mal.»
Fazit: Das Risiko lässt sich vermindern, umgehen, übertragen oder in Kauf nehmen, aber nie völlig vermeiden.
Das Risiko ist immer eine unangenehme Begleitung.
Oder wie die Angelsachsen unverblümt meinen: „No Risk No Fun!"

