Emotion

31. Mär 2026,

Emotion
Emotion

Motion ist reine Physik. Emotion ist rein menschlich. E-Motion ist ein elektrisches Fahrzeug. Wer Emotionen hat und sie allenfalls zeigt, der hat mehr als nur Spurenelemente der Menschlichkeit zu bieten.

Motion bedeutet grundsätzlich Bewegung. 

Ein Teil oder ein Teilchen bewegen sich in eine Richtung mit einer Geschwindigkeit. 
Punkt. 
Doch diese Motion, also Bewegung, hat noch mehr im Köcher, als gemeinhin angenommen wird. Ja, Pfeile auch.

Wenn ein System Komplexe hat, dann ist dies überhaupt kein Mangel. 
Im Gegenteil. 
Komplexe Systeme haben viele interagierende Teile – Menschenmassen zum Beispiel – die in Bewegung sind. 
Wie dies aussieht, liess sich am letzten Wochenende an den NoKing-Demonstrationen gut erkennen.

Die andere Motion findet sich in der Quantenmechanik, also diesem Gebiet in der Physik, das wahrscheinlich von niemandem oder nur wenigen verstanden wird. 
Ich? 
Keine Ahnung. 
Ich weiss nur, dass die Quanten sich mechanisch auf mikroskopischen Ebenen bewegen. 
Da sind Teilchen zu betrachten, die sich einen Deut um das klassische Bewegungsgesetz kümmern. 
Die Quantenteilchen bewegen sich so, wie es ihnen passt. 
Und das wird dann als phänomenal bezeichnet.

Wenn wir schon bei Unverständnis gelandet sind, dann darf die Theorie der Relativität nicht fehlen. 
Wenn sich Teile im rasanten Tempo nahe der Lichtgeschwindigkeiten bewegen, dann hat es dieser Einstein geschafft, diese Bewegungen in seine Theorie zu verpacken. 
Und damit hat er – in der teilweise bestätigten Theorie – die Veränderung klassischer Bewegungsgesetze erkannt.

Na, haben wir jetzt was gelernt? 
Nein?

Emotionen sind Bewegungen. N
icht zwingend physikalisch, obwohl bei denen etliche Dinge in Bewegung geraten. 
Wer kennt sich nicht mit Emotionen aus? 
Na, dann gute Besserung.

Die menschliche Ausstattung ist feinfühlig mit Emotionen bestückt. 
Und das ist gut so. 
Wenn Tränen fliessen, dann ist entweder tiefe Trauer oder überbordende Glückseligkeit im Spiel. 
Den Tränen scheint diese Kategorie nichts auszumachen, sie fliessen einfach.

Emotionen sind auch verantwortlich dafür, dass der Begriff Liebe von den meisten gelebt, aber kaum begriffen wird. 
Wer will sich schon eine Welt vorstellen, die völlig von dem Zustand der Liebe entfernt ist?

Wie steht’s mit Empathie? 
Oh la la – da gehen Welten auf, wenn sich die menschliche Regung um das Befinden des Gegenübers interessiert.

Ja, der Homo Sapiens ist ein Gefühlsmensch. 
Meistens auch ein Gutmensch, denn das passt einfach ins Gesetz der Emotionen, dass sich Menschen bewegt fühlen. 
Und sich ihre Bewegtheit auch leisten wollen und können.

Acht Millionen Menschen in den USA haben ihre Gefühle demonstrativ und leidenschaftlich in den Strassen und auf den Plätzen der United Emotions of America gezeigt. 
Und was haben sie damit erreicht? 
Noch mehr Gefühle bei den Daheimgebliebenen, bei Menschen in den anderen Ländern. 
Und bei allen Menschen, die sich ihrer Gefühle wie Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Gemeinschaft und Zusammenhalt nicht schämen. Im Gegenteil.

Ich bin bewegt. Und das ist mehr als nur gut so.

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