Uni Versität

08. Apr 2026,

Uni Versität
Uni Versität

Das sind doch zwei Wortteile, oder nicht? Uni und Versität haben sich geeinigt und damit einen wichtigen Beitrag zur Bildung geschaffen. Oh Wunder, auch dieser Begriff stammt aus der Küche der alten Lateiner. «Universitas» stand für «Gesamtheit» oder «Gemeinschaft». Oha, Akademiker sind der Gesamtheit der Bürger:innen zugänglich? Na wunderbar.

«Ich bin heute an der Uni» las sich für mich schon immer gut. 
Denn der Satz wirkt, als wäre jemand mit sich im Einklang, also an der Union von Geist und Seele, Hirn und Herz angelangt. 
Friedlich-fröhlich vereinte Ansammlung von Wissen einerseits, aber von Forschen und Erneuern andererseits.

Die Versität ist ein Teil der Diversität, also der unterschiedlichsten Arten von Dingen und Lebewesen. 
Die Evolution leistet sich dabei eine extrem breite Palette an Möglichkeiten. 
Probieren. 
Experimentieren.

Die Universität als Institution ist uralt. 
Zumindest im Zeitfenster der menschlichen Entwicklung. 
Die erste Uni wurde in Bologna im Jahr 1088 - ja, nach Christus - gegründet. 
Diese Institutionen wurden als Stätten des Lernens und der Forschung konzipiert, wo Wissen frei zwischen Lehrern und Studenten ausgetauscht werden konnte. 

Aha - Austausch. 

Also kein Frontalunterricht der Professoren zu einer Ansammlung von Studenten. 
Das ist doch mal eine zwar mittelalterliche, aber sehr gute Idee. 

Zum Studentenfutter gehören vor allem die Synapsen und die Kreativität des Denkens. 
Und das ist in jeder Gesellschaft und in jedem Zeitalter kein Luxus, sondern Bedingung.

Ich war in meiner Forschungszeit des Lebens - also dem Herausfinden, was mein Leben bedeutet - auf dem Weg an die Universität. Nur wusste ich das damals nicht. 

Als Pubertierender hatte ich keine Ahnung, wie mein Beruf der Zukunft aussehen würde. 
Doch den Begriff Berufung nahm ich ernster als andere Dinge. 
Ich wusste nur ein Ding, das mich antrieb: Schreiben
Immer und überall. 
Über alles und jedes. 
Schreiben war immer mein Ding der Lustbarkeit und des Triebes im Allgemeinen.

Der logische Weg wäre das Studium von Germanistik und Philosophie gewesen. 
So wurde mir jedenfalls gesagt. 
Doch die viel lauteren Stimmen meinten, als Schreiberling hätte kaum jemand eine Zukunft. 
Ich solle mir lieber einen «vernünftigen» Beruf aussuchen. 

Ergo kein Gymnasium, kein Studium, kein Leben als Schriftsteller.

Heute beim Blick in den Rückspiegel sehe ich mein Beispiel mit einem leisen Lächeln, denn meine Entwicklung im Musicbusiness war ein Abenteuer.

Doch das etwas Säuerliche hängt dennoch im Raum. 
Das sauertöpfische konsequente Ausreden von jugendlichen Träumen. 
Das intensive Herabstufen kreativer Künstlerkarrieren.

Kreativität ist Universität. 
Schöpferische Kraft für die Gemeinschaft. 
Nicht nur für die Wirtschaft.

Mehr künstlerische Intelligenz, statt natürlicher Impertinenz.

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