Konstantin, der Stinker.
16. Apr 2026,

Die Liebe ist vor allem im Stadium des Beginns flatterhaft. Manchmal besinnt sie sich und ist es wieder. Das Flattern mit den Faltern im Bauch. Das Flattern der Knie. Die Flatterhaftung im gemeinsamen Verhüten.
Woher und warum hat sich das Flatterhafte in einem solch sensitiven, herzbelastenden Metier breitgemacht?
Die Flatter hätte doch wissen müssen, dass Flattern stets mit Unsicherheit, mit dem lockeren Leben gemeinsame Sache macht.
Falter sind unzuverlässig und auch schnell mal gelangweilt.
Welche Ehemaligen im Dienste der Verliebtheit sind es nach zwei Jahren immer noch?
Oder nach zwanzig derselbigen?
Na also.
Flattern kann gesundheitsschädlich sein, denn die Organe fast jeden Körperbaus wollen sich auf das Organ in der Nachbarschaft verlassen können.
Und nicht verlassen werden.
Denn diese Truppe pumpender, reinigender, beschützender, lebenserhaltender Bewohner des Körpers hat diese eine wichtige Hauptaufgabe: Niemals Pause machen.
Niemals den Dienst verweigern.
Niemals ablenken lassen.
Und niemals beschädigt werden.
Die lauteste Stimme ist noch immer die Leber, denn über sie laufen öfter mal Dinger, die selten benannt werden, aber dem Besitzer schlechte Laune bereiten.
Also, Leute, welcher Depp hat die Flatter ins Spiel gebracht?
Na?
Ach, das war ein ehemaliger Freund von Flatter?
Wie heisst der Typ denn?
Konstantin? Konstantin, der Konstante?
Ja, der Typ ist nervig und langweilig. Ständig will er sich den eisernen Regeln widmen und verlässlich wirken.
Welch ein Stinker.
Wo bleibt da der Spass an der Überraschung, wenn die Regeln jede Sekunde der Zeit bestimmen?
Wie würde das Kreative überhaupt überleben können, wenn sich die oder der Kreative strikt an die Regeln hält?
Normalware.
Das Fantasievolle will aus dem Vollen des Unvorhersehbaren, des Noch-nie-Dagewesenen schöpfen können.
Und die Kreativen wollen und müssen flattern können.
Sonst wird nie ein Schmetterling draus.
Konstantin meint: „Wenn das alle machen würden.»
Na prost, wie toll wäre das denn, wenn sich das schöpferische Element über alle Gegenden hinweg breit machen würde.
Stell dir mal vor, das Flatterhafte wäre eine Dauererscheinung.
Niemand wüsste, ob die Kolleg:innen pünktlich zum Termin kommen, ob sie die Aufgaben erledigt haben oder ob sie überhaupt noch wüssten, worum es beim Projekt XYZ geht.
Das wäre ja wie im Strassenverkehr von Mailand oder Paris.
Jeder macht, was er oder sie will, aber jeder ist extrem aufmerksam, was der oder die andere gerade tun wird.
Flatterhaftigkeit macht wach.
Das Flatternde erzeugt neue Wege, ausgeweitete Inspiration.
Das Normale, die Routine sind die beiden Killer von zukünftigen Entwicklungen, die das Leben besser machen könnten.
„Das war schon immer so." ist die Parole der beiden.
Ja nichts verändern.
Veränderungen machen… hmmm… ach ja: Flatterhaft.
So, genug des Schalkes jetzt. Ich mach jetzt und hier die Flatter.

