Hell Den

19. Apr 2026,

Hell Den
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Zum Helden muss man geboren sein. Ach? Und was ist mit all den anderen Homo Sapienser:innen? Die müssen in allererster Linie und der ersten Millisekunde ihres Lebens dieselbe Prozedur durchmachen: Geboren werden. Und genau da liegt diese Heldin, kämpft mit den Schmerzen, der Verzweiflung und dem Wunsch, dass diese eine Sache mit dem Gebären gut ausgeht.

Nein, sie hat sich auf diesen Moment des Lebenschenkens nicht oder spärlich vorbereiten können. Was wäre nun, wenn diese Heldin auch einen zukünftigen Helden in die Welt gebracht hat? 
Na, eine Heldenfreude, wahrscheinlich.

Inhaber des Berufes „Held“ vollbringen aussergewöhnliche Taten, gehen schwerwiegende Risiken ein und sie tun dies nur, um das Wohl anderer zu fördern oder zu schützen. 

Ursprünglich bedeutete „heros“ zuerst im Griechischen und jetzt überall „Beschützer“. 
Na sieh mal an.

Helden haben es schwer. 
Und tun sich oftmals schwer, in verzweifelten und dystopischen Situationen ihrer Berufung zu folgen. 

Zu viele der Herausforderungen an das Heldentun stehen im extrem Kleingeschriebenen. 
Zudem gibt es zwei Sorten an Helden, mindestens. 

Als da sind die Interpreten des Heldenberufes – also die reinen Darstellenden, wie ein Held oder eine Heldin aussehen muss. 
Diese Figuren sind in Büchern, Filmen und Theaterstücken zu finden. 
Dafür werden sie engagiert. 
Und die tun einen guten bis heldenhaften Job, sich als mutig, unbeirrbar und gewinnend zu präsentieren. 
Oder zu schauspielern. 

Diese Meisterleistung in der Kunst des Darstellens, des Spielens einer Rolle ist derart überzeugend, dass sich manche Menschen mehr als nur eine Scheibe davon abschneiden wollten. 
Denn wo scheint das Licht heller und ist die Begeisterung grösser, als wenn der Held die Bühne betritt? 
Ja, es spielt keine Rolle, welche Bühne das gerade ist. 
Die Darstellung von Heldentum wirkt überall packend und faszinierend. 

Da werden die Heldendarsteller in Politik, in der Wirtschaft und im Narzisstenland geboren. 
Nicht physisch, eher mystisch und mental gebärend.

Nun, dann wende ich mich mal um und versuche die andere Gruppe an Heldentümlichen zu finden. 

Oha, das ist leicht. 
Denn das klitzekleine, aber starke Ding für zukünftige Held:innen steckt in den meisten von uns drin. 
Wissen tun wir es oftmals nicht. Und das ist vielleicht auch gut so.

Die lange und im Ganzen doch extrem kurze Geschichte der Menschheit hat sich oft zum Besseren gewendet, weil in den richtigen Momenten dieses Ding wachgeworden ist. Und sich mutig der Situation gestellt hat. 

Der Mut ist extrem kitzlig, aber notwendig, um sich etwas heldenhaft betätigen zu wollen. 
Er ist auch gedankenlos um allfällige Gefahren oder Risiken, wenn die Zeit für ihn reif ist. 
Wenn er sich als Mut zu erkennen gibt und handelt. 

Nein, diese Held:innen sind nicht muskulös und mit Schwertern oder anderen seltsamen Dingen bewaffnet. 
Sie sind einfach nur mutig, heben den Kopf und sagen „Nein“. 

Nein, Rassismus hat hier nichts verloren. 
Nein, Frauen und Kinder werden hier nicht misshandelt. 
Nein, Gerechtigkeit wird hier nicht missachtet. 
Nein, Sexismus ist kein Kavaliersdelikt.

Und siehe da, wenn sich dieses Helden-Gen in friedlichen Protesten, in mutigem zivilem Ungehorsam zeigt, dann ändert sich manche „gottgegebene“ Situation. 

In letzter Zeit lese ich wieder Nachrichten, die wieder mehr reales Utopia, denn aktuelles Dystopia zu bieten haben. 
Und überall sind tausendfache Helden zu sehen, die sich ihres Mutes erinnert haben und aufstehen.

Holy smokes. 
Gut, dass irgendjemand im Departement der Evolution den wunderschön wichtigen Beruf des Helden erfunden hat.

Well then – no hell then.

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