Nuklear im Test

20. Apr 2026,

Nuklear im Test
Nuklear im Test

„No Nukes!“ war der Schlachtruf auf den Strassen. „Keine Atomkraft“ war und ist bis heute ernst gemeint. Nukleare Kraft als Waffe oder als Energielieferant ist eine halbgare Lösung. In der Medizin sieht das anders aus. Ich gehe heute zum Nuklearen Test ins Southlake Spital.

Bitte was? 

Bin ich meinen Prinzipien etwa untreu geworden? 
Mache ich mich mit der Atomlobby gemein? 

Oh nein, der nukleare Test — oder Text — macht lediglich Teile des Körpers sichtbarer. 
Das ist alles. 
Denn alle die Onkel Doktoren haben bei meiner letzten Untersuchung der eher herzlichen Umgebung meines Körpers etwas aufblitzen sehen. 
Was? 
Keine Fakten, nur eine Ahnung. 
Deshalb werde ich mich heute im aktiven Radio treffen — ich liebe Radio — und werde die radioaktiven Isotope als Fotografen mit dabei haben. Denn diese Typen haben massenhaft Gammastrahlen im Gepäck, die sie frisch und aktiv durch meinen Körper senden. Und genau dieses Strahlen soll von einer speziellen Kamera erfasst werden. 

Damit soll das kurze Aufblitzen in meiner Herzgegend vor ein paar Wochen ins Bild gebracht werden.

Nun würde mich schon etwas interessieren, wie dieses atomare Zeugs in meinen Körper gelangen soll und was dann geschieht. Zudem schalte ich kurzfristig mein „No Nukes“ Schild auf „Welcome“ — aber nur heute. 

Der Arzt meinte nur, dass dieses hyper-radio-aktive Pharmazeutikum entweder oral, inhalativ oder in meinem Falle intranervös eingeführt wird.

Was? 

Nein, das Mittel wird nicht zum ersten Male eingeführt — das ist schon lange auf dem Markt. 
Aber wie das Ding in meinen Körper eingeführt wird und wie es sich dort mir vorstellt, das ist die ganze Prozedur. 

Ich werde später in dieser sechsstündigen Prozedur der Szintigraphie vorgestellt. 
Vermute ich zumindest. 
Denn sie ist zuständig, dass die Bilder meiner Organe glasklar, detailliert und gut gerastert auf dem Bildschirm erscheinen. 
Der Arzt soll sich ja ein Bild von meiner Herzlichkeit und deren Umgebung machen können. 

Nervös? 
Nein. 
Denn die Ärzte wissen was sie tun. 
Und Risiken pflastern sowieso den täglichen Weg eines jeden Lebewesens.

Doch ich mag die Geschichte dieser Prozedur. 
Denn die besteht aus einer Mischung aus Neugier und Entdeckungsfreude sowie dem Wunsch, ein Problem zu lösen. 

Mein Plan nach dem nuklearen Test? 
Ich werde sofort aktiv das Radio auf 107,5 stellen und freudig Q107 Toronto hören.

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