Die vergessenen YaDa-ianer
16. Jan 2026,

Nicht einmal der kanadischen Bevölkerung war lange Zeit bewusst, wer da im hohen Norden, an der arktischen Grenze, lebte. Diese Gruppe war lange vor den ersten Einwanderern aus Europa ansässig und versuchte, in der klirrenden Kälte zu überleben.
Die Gesichter der YaDa-Leute sahen aus wie ledergereifte Bälle. Für Forscher ist bis heute ein Rätsel, wie dieses Volk über Jahrhunderte hinweg unentdeckt bleiben konnte.
Ja, Kanada ist das zweitgrösste Land der Welt – und seine Bevölkerung, mitsamt den Begleiterscheinungen der Zivilisation, wuchs nur langsam. Man vermutet, dass das Volk der YaDa seit Beginn der Zeit, also irgendwo am evolutionären Anfang der Primaten, entstanden ist und Kanada als Lebensraum wählte.
Über das Leben und Sterben der YaDa-nianer ist wenig bis gar nichts bekannt – obwohl das Volk zufällig durch den bekannten Forscher Lenny Bruce in den Fünfzigerjahren entdeckt und an die Öffentlichkeit gezerrt wurde.
Nun, die Öffentlichkeit war von Lenny Bruce und seiner Entdeckung nicht sonderlich beeindruckt. Bruce war schlicht zu witzig, zu ironisch, zu sarkastisch. Und doch gelang es ihm dank seiner Bühnenpräsenz, die Sache der YaDa-ianer in die Zivilisation einzuführen.
Der eigentliche Durchbruch der YaDa-Leute ist jedoch einem Mann namens Jerry Seinfeld zu verdanken – wobei nicht Jerry selbst, sondern seine Freundin Marcy das Geheimnis lüftete.
Marcy hatte eine Schwäche für ausschweifende Geschichten, die sie bei jeder Gelegenheit zum Besten gab. Irgendwann wurde es ihr zu mühsam, immer die ganze Geschichte bis zum Ende zu erzählen. Also liess sie mitten im Satz ein fröhliches „yada yada yada“ erklingen – ihre elegante Methode, eine Story zu beenden, bevor sie sich selbst langweilte.
Die Sprachforschung fand später heraus, dass der ursprüngliche Ausdruck tatsächlich von Lenny Bruce verwendet wurde – in seinen Auftritten, lange bevor er von einem mystischen Volk am arktischen Zirkel wusste.
Und genau darin liegt das eigentliche Geheimnis – das zur Geburtsstunde des Mythos der YaDa-Leute führte.
Nach heutigem Wissensstand ist klar: Das Volk der YaDa-ianer hat nie existiert. Wenigstens nicht in der realen Welt. Dieser Mythos lebte einzig in der Fantasie einiger kreativer Köpfe.
Das Überleben der YaDa-Wesen ist dennoch gesichert – denn das notwendige Futter für diese Redewendung wird so schnell nicht knapp.
Ein fröhliches „yada yada yada“ wird auch heute noch in Gesprächsrunden oder Vorträgen eingestreut, wenn das Gespräch selbst nur noch aus Worthülsen und Füllsätzen besteht.
Im deutschen Sprachgebrauch lautet die Übersetzung schlicht: „bla bla bla.“
Fazit:
Yada yada yada ist jene Redewendung, die den Inhalt von Redner:innen als inhaltslos, leer oder überflüssig entlarvt – oder zumindest charmant so erscheinen lässt.
Mit Blick auf die sozialen Medien wurde yada yada yada in den letzten Jahren zum eigentlichen Hauptdarsteller moderner Kommunikation.
Und das – ganz ehrlich – völlig zu Recht. YaDa YaDa YaDa.
